citius, fortius, altius

Ein Plädoyer für olympische Orientierung. 

Die Äpfel und Birnen lagen zunächst miteinander in der bundesrätlichen Tafelbox an jenem Mittwochmorgen. Das kommt immer mal wieder vor. Wenn dann die 🍐 und 🍎 unterschiedliche Antworten erhalten, werden die Agendahüter/-innen der beiden Fruchtsorten daraus das machen, was ihrer Agenda zudient. Apfel- oder Birnenmus, zum Beispiel. Soweit ist der Vorgang, der uns seit besagtem Mittwoch beschäftigt, ein völlig normaler.

Weniger normal ist, wie schwer auch im Jahr 121 nach den ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eine differenzierte Olympiadebatte fällt.

Vielleicht hälfe ein Gedanke an die Losung, die Pierre de Coubertin seinem Zeitgenossen Henri Didon entliehen hat: Citius, fortius, altius.

Nein, eben nicht chronometrisch reduziert auf „schneller, stärker, höher“. Sondern so, wie es in den Texten steht: „plus vite (athlétiquement), plus fort (intellectuellement et mentalement), plus haut (spirituellement)“.

Gelängen diese Höhe und diese Stärke in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Vorhaben, es käme gut mit #sion2026. Gut und in der passenden Schnelligkeit.

Derlei Auseinandersetzung liesse gewiss auch Raum für eine durch und durch sportliche Perspektive auf das Bundesratsgeschäft nebenan. Und die Wette gehe ich ein: Sportler wären für den Vaterschaftsurlaub.

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